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Wenn Entwicklungsschritte plötzlich wieder verschwinden – Dyspraxie verstehen und erkennen

15. Oktober 19:30 - 22:00
Wenn Entwicklungsschritte plötzlich wieder verschwinden – Dyspraxie verstehen und erkennen

 
Manche Kinder lernen Worte, Handlungen oder Bewegungsabläufe – und verlieren sie wieder. Was gestern noch selbstverständlich gelang, scheint heute wie ausgelöscht. 
Für Eltern ist das verwirrend und schmerzhaft zugleich. Sie sehen, dass ihr Kind sich 
ausdrücken möchte, aber irgendwie „nichts durchkommt“. 

Viele Familien hören dann beruhigende, aber oft wenig hilfreiche Sätze wie: „Das wird sich schon geben.“ oder „Diese Kinder brauchen einfach länger.“ 
Doch wenn Fortschritte immer wieder verloren gehen, oder gar Plateaus beim Fördern entstehen, steckt häufig mehr dahinter als eine verzögerte Entwicklung.

Wenn die Ursache tiefer liegt

Bei Kindern mit Behinderungen werden Sprachprobleme oft automatisch auf die Grunderkrankung zurückgeführt. Eine gezielte sprachdiagnostische Untersuchung 
findet daher oft gar nicht statt. Dabei kann sich hinter den Symptomen eine Dyspraxie verbergen – eine Störung, bei der das Gehirn Schwierigkeiten hat, 
Bewegungs- oder Sprechabläufe zu planen und gezielt auszuführen. 

Diese Form der Sprechstörung bleibt häufig unerkannt. Fachpersonen deuten das Verhalten nicht selten als „nicht wollen“ oder „nicht konzentriert sein“. Dadurch wird 
wertvolle Zeit für eine geeignete Therapie verloren. 

Das Ergebnis: Kinder, Eltern und Therapeut:innen erleben Rückschläge, Missverständnisse und Frustration – obwohl gezielte Unterstützung möglich wäre.

Warum frühzeitiges Erkennen so entscheidend ist

Eine Dyspraxie – ob sprachlich oder motorisch – erfordert eine spezielle Herangehensweise. Herkömmliche Sprach- oder Bewegungstherapien greifen hier nur 
bedingt. Erst wenn klar ist, dass das Problem in der Bewegungsplanung liegt, kann die Förderung passgenau aufgebaut werden. 

Mit der richtigen Unterstützung lassen sich erstaunliche Fortschritte erzielen – doch Voraussetzung ist Wissen: bei Eltern, Therapeut:innen und Pädagog:innen 
gleichermaßen.

Seminar: Dyspraxie verstehen – Wege zu klarer Diagnose und gezielter Förderung 

Dieses Seminar möchte Aufklärung leisten und Orientierung bieten. Teilnehmende 
erfahren: 

• wie Dyspraxie entsteht und welche Anzeichen darauf hinweisen, 
• warum die Diagnostik bei Kindern mit Behinderung oft schwieriger ist 
• wie Diagnostik und Therapie sinnvoll ineinandergreifen, 
• und welche Möglichkeiten es gibt, Kinder im Alltag zu begleiten und zu entlasten. 

Neben theoretischem Wissen liegt der Schwerpunkt auf praxisnahen Impulsen. Eltern erhalten Anregungen, wie sie den Therapieprozess aktiv unterstützen können, und 
Fachkräfte lernen, worauf in der täglichen Arbeit besonders zu achten ist.

Austausch, Verständnis und Zusammenarbeit 

Kinder mit Dyspraxie brauchen ein stabiles Umfeld, in dem alle Beteiligten zusammenarbeiten – Eltern, Therapeut:innen und Pädagog:innen. Gemeinsame Ziele, 
kontinuierlicher Austausch und Geduld bilden das Fundament für Fortschritt. 

Im Seminar ist auch Raum für persönliche Fragen, gegenseitigen Austausch und gemeinsame Lösungsansätze. So entsteht ein Netzwerk, das trägt – und Kindern hilft, 
ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt zu entfalten. 

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Eltern, ist aber ebenso offen für Fachpersonen, Betreuungskräfte und alle, die ihr Wissen über Dyspraxie erweitern 
möchten.

Um Anmeldung wird gebeten unter info@forum21-aachen.de

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